Überfüllte WLAN-Netze, Schleppende Übertragungsgeschwindigkeiten und dürftige Signalstärke – wer kennt diese Probleme nicht? Damit soll jetzt Schluss sein, zumindest, wenn es nach einem Forscherteam des MIT Computer Science and Artificial Intelligence Lab (VSAIL) geht. Die Wissenschaftler haben eine Technik namens Mega MIMO entwickelt, die künftig dafür sorgen könnte, dass sich zwei Signale der gleichen WLAN-Frequenz nicht mehr gegenseitig stören können.

 

Damit die Interferenzen zwischen den Signalen und Access-Points ausgeglichen werden können, hat das Team einen Algorithmus entwickelt, der antizipiert, wie die Signale aufeinander stoßen, um sie anschließend abändern zu können. Zwei mit der neuen Technik moderierte Signale können sogar eine doppelt so hohe Reichweite erzielen, wie zwei unabhängig voneinander funktionierende Access Points. Das führt nicht zuletzt dazu, dass die Übertragungsgeschwindigkeit sogar dreimal so hoch ausfällt.

 

Das Beste an der Sache: Die Technologie kann direkt in den WLAN-Router integriert werden, da er ohnehin bereits über eine MIMO-Technologie verfügt. Diese ist allerdings längst nicht so gut wie die neue. Sie sendet multiple Datensignale über ein- und den selben WLAN-kanal um die Transfergeschwindigkeiten zu erhöhen.

 

Den Forschern ist es bereits gelungen, MegaMIM= 2.0 mit bis zu vier Access Points zur gleichen Zeit zu betreiben. Und sie denken noch weiter: Auch für Mobilfunknetzte ist die Technik effektiv, da diese in besonderen Fällen ebenfalls zur Überlastung neigen. MegaMIMO könnte die Lösung für das Problem sein. Wann wir uns allerdings konkret über die neue Technik freuen können, gaben die Entwickler noch nicht bekannt.